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Was sollte ein gutes Rennrad kosten?

bearbeitet 1. May in Gedöns und Gerassel
Hallo zusammen,

ich wollte einfach mal in die Runde fragen. Gegebenenfalls könnt ihr ja auch schreiben was ihr zur Zeit fahrt und wie zufrieden ihr damit seid.

Kommentare

  • Nicht was andere haben oder fahren ist wichtig, sondern was zu dir, deinen Ambitionen und Strecken passt ist wichtig!
    Du musst dir im klaren sein, welche Streckenprofile, wie viele Kilometer du fahren möchtest (bzgl. Geometrie), wie oft du im Sattel sitzt und worauf du wert legst und wie hoch dein Budget ist.
    Bei kompletträdern ist es so, das es bei alurahmen die hochwertigeren Komponenten gibt, bei Carbon genau anders herum. Alu muss nicht zwangsläufig schwerer als Carbon sein und Carbon nicht unbedingt leicht.
  • Bei Alu kriegst du für wenig Geld mehr Rad. Wenn du mehr als 2000 Euro investieren kannst oder willst, solltest du Carbon wählen. Weitere Überlegungen sind dann der Einsatzbereich und das Bremssystem. Wenn du nur auf Straße fahren willst, dann liegt die Felgenbremse ganz klar vorn, da immer noch gut am Gewicht sparen kann. Soll das Rad vielseitiger einsetzbar sein, dann ist auch ein Cyclocrosser oder ein Gravelbike interessant. Bei denen stellt sich die Frage nach Felge oder Disc nicht mehr. Großer Vorteil der Räder ist die Flexibilität bezüglich der Reifenbreite. Letztlich gilt bei aller Flexibilität immer die n+1-Regel, die besagt, dass die Räder, die man braucht immer um eins größer ist als die Menge, die man hat.
    Geht es am Ende auch um das Preisleistungsverhältnis, dann sind die Räder von Rose und Canyon interessant.
    Beispiel 1: Rose Backroad 105 - 8,5kg - 2249 € (+40 € Versand)
    Beispiel 2: Rose X-Lite Four Ultegra - 6,9 kg - 2399 € (+40 €)
    Beispiel 3: Rose X-Lite Four Disc 105 - 7,4 kg - 2499 € (+40 €)

    Das soll jetzt keine Werbung für Versänder oder im Speziellen Rose sein, aber meist sind deren Räder bei Preisleistung als Referenz anzusehen.

    Für mich ist auch noch besonders wichtig, wie das Ding aussieht. So me komplett schwarze Kiste mag sich zwar gut fahren lassen, aber sieht mir zu sehr nach Beerdigung aus. Komplett weiß ist meist auch Käse, da die einzige Farbe dann der Gilb des Kettenstrebenschutzes ist- was für ein Albtraum.

    Ich fahre derzeit folgende Räder:
    Stevens Comet Ultegra Di2
    Scott Foil Ultegra (Aero)
    Colnago Master Olympic (klassisches Rennrad)
    Scott Speedster CX
    Specialized ? Disc Rennrad (Singlespeed)
    Radon Disc Tourenrad (Singlespeed)
    Centurion City Speed (Nabenschaltung + Disc)

    Grüße
    Borax
  • bearbeitet 1. May
    >>... da die einzige Farbe dann der Gilb des Kettenstrebenschutzes ist- was für ein Albtraum. <<

    :D :D :D :D :D

    Weiße Räder mit gelb-verfärbter Kettenstrebe haben die Angewohnheit schnell die Berge hochzufahren und auch nach über 7 Jahren noch immer gepflegter daherzurollen als so manch anderer Kack-Printe mit eiernden Vorderrädern und fehlenden Messerspeichen ;)

    Ich glaub der essenzielle Hinweis ist: auch mit nem Carbon-Rad kann dich ein Oma-3-Gang-Fahrer am Berg plätten. Es zählt das was in den Beinen ist und v.a. was dir dieses Hobby wert ist...egal ob "nur" mal ne Watzkerunde oder doch die 10.000 km im Jahr vollmachen. Es gibt gegen ein 800 € gebraucht, 3.000 oder 6.000 € Neu-Rennrad so gesehen keine Einwände. Hat man das Geld wirklich übrig - leg los. Muss man sich das extra vom Mund absparen oder an anderen Dingen wie Frau, Kind, Einkauf, Urlaub, Reparaturen am Haus spürbare Verluste in Kauf nehmen...so ist das wohl überzogen und einfach unvernünftig. Für den Studenten können 800 € bereits 400 € zu viel sein, für den Ingenieur kann das Geschenk zum 40. gern 4.000 € kosten und danach kauft man nach einem Alpenurlaub doch noch Carbon-Felgen on top. Ich glaube "auf dem Teppich" bleiben ist generell angesagt. Räder für n 1000er haben ebenso Lenker, Sattel und ne Kurbel zum Treten. Je teurer, desto geiler fühlt sich der Karren an - aber schneller ist man nur wenn der Kopf und die Beine dann stimmen.

    Exzellente Räder die bei den Felgen noch sinnvolles Tuning-/Gewichts-spar-Potenzial haben ohne arm zu werden sind aus Aluminium, haben eine Carbongabel, manchmal eine Carbon-Sattelstütze, eine Shimano-105 oder Ultegra oder Sram Rival oder Force-Schaltgruppe (nein: keinen Mix, alles je aus einer Serie) und solide Alu-Laufräder die UVP zwischen 300 und 400 € kosten - am besten kein Müll von Mavic. Das gibt es bei den Versendern zwischen 1.500 - 1.900 € und im Laden auch bis etwa 2.000 € inkl. Beratung, Vermessung und einem (hoffentlich guten) Service. Schau auch bei Vorjahresmodellen.

    Gruß!
  • bearbeitet 2. May
    Ach Leute spart Euch die Mühe und die Zeit, der Herr fährt bereits ein Rennrad (irgendwas für 2400 Tacken) und ist damit "eigentlich ganz zufrieden". Zumindest hat er das im ursprünglichen
    Post so erwähnt.
    Nun will eigentlich bloß nochmal von der 37. Seite betätigt haben, was er eh schon weiß :das er alles richtig gemacht hat.
  • bearbeitet 2. May
    Klunschbäcker hat Recht damit, dass ich bereits ein gutes Rennrad besitze. In meinem Freundeskreis regt sich aber ggf Interesse selbst mit dem Radfahren anzufangen. Da mein eigenes Wissen über Rennräder unzureichend ist, wollte ich eben in die Runde fragen. Ich freue mich sehr über jeden der seine Meinung und Erfahrung teilt.
  • bearbeitet 2. May
    Mal eine Antwort von einem Greenhorn:

    Ich hab im Frühjahr 2017 mit dem Rennradfahren angefangen und bin nach rd. 3 Jahren von einem klassischen Crossrad (Focus Craterlake CS irgendwas) umgestiegen. Ich fahre nicht, um Rekorde zu brechen, sondern um mich einigermaßen fit zu halten.

    Da ich auch nach xfachen Recherchen immer noch das Gefühl hatte, keine Ahnung zu haben, habe ich mir ein striktes Preislimit (2.000,00 EUR) gesetzt, um die Kosten bei einen Reinfall, falls ich aus welchen Gründen auch immer nicht dabei bleibe, in Grenzen zu halten (und meine Gattin nicht in den Wahnsinn zu treiben).

    Ganz ehrlich: mir hätten auch 50 gut gemeinte und fachlich versierte Antworten in diesem Forum nicht wirklich weitergeholfen, da die Entscheidung letztlich eine sehr individuelle Entscheidung ist. Ich bin dann bei einem Trek Domane SL6 gelandet, dass auf 1.999,00 EUR (Ultegra Schaltgruppe, Carbonrahmen) runtergesetzt war. Mir war vorher nicht mal die Marke bekannt. Natürlich hat Cristian recht, jeder hier im Forum würde mich mit einem Hollandrad am Berg abhängen. Die Entscheidung war letztendlich eine Bauchentscheidung, mit der ich mich aber auch heute noch wohl fühle (und das schlechte Gewissen gegenüber meiner Gattin in Grenzen hält).

    Der Preis für das Rad ist die eine Seite. Vielleicht sollte man aber vorher auch bedenken, dass das ganze Drumherum (Fahrradcomputer, vernünftige Kleidung, Verschleißteile etc.) auch nicht gerade preiswert ist und durchaus recht schnell eine 4stellige Höhe erreichen kann.

    Nachtrag: ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir als Zweitrad ein Cyclocross-Rad zuzulegen und habe mir wieder ein Preislimit (1.500,00 EUR) gesetzt und schaue mich gerade nach Auslaufmodellen um.
  • Ein gebrauchtes Rad für 500 Euro tut es auch.
  • JörnB schrieb: »
    Ein gebrauchtes Rad für 500 Euro tut es auch.

    Falls du jemanden kennst, der ein Cyclocross-Rad gebraucht verkauft, immer her damit.
  • Trekker schrieb: »
    JörnB schrieb: »
    Ein gebrauchtes Rad für 500 Euro tut es auch.

    Falls du jemanden kennst, der ein Cyclocross-Rad gebraucht verkauft, immer her damit.

    Das war eher auf das Rennrad bezogen :-)
  • > @Trekker schrieb:
    > JörnB schrieb: »
    >
    > Ein gebrauchtes Rad für 500 Euro tut es auch.
    >
    >
    >
    >
    > Falls du jemanden kennst, der ein Cyclocross-Rad gebraucht verkauft, immer her damit.

    / Offtopic:
    Aber in der Tat, ich gedenke (hoffentlich) bald eines abzugeben, da ich (hoffentlich) bald auf ein neues aufsattle.

    Ontopic:
    Nachdem nun der Gewichtsfetisch dem Aerofetisch weichen musste, gibt es auf den Gebrauchtmarkt wieder ganz passable (leichte) Exemplare. Aber mit Gebrauchten ist das immer so eine Sache. Da kann auch ein versierter Mechaniker in den Eimer greifen.

    So wie es scheint, werden die kommenden Modelle der meisten Hersteller nur noch ausschließlich als Disc-Versionen auf den Markt kommen. Felgenbremse ist damit wohl erstmal adé und ich glaube nicht, dass die bei den großen Herstellern nochmal ein Revival erlebt. Bei der mechanischen vs. drahtlosen Schaltung sehe ich die Vorteile immer noch bei mechanisch. 12-fach steht auch schon in den Startlöchern, bzw. ist schon auf dem Markt.
    Man muss aufpassen, welche "Entwicklungen" man mitmachen will, und welche man lieber getrost ignoriert.

    So, also ich suche noch immer eine schicke Bergziege, die 6,5kg nicht überbieten sollte und mechanisch zu schalten ist. Ideen? :wink:
  • Rose x-lite six
  • Trek Madone
  • Ab wann sollen denn Felgengebremste Renner passé sein? Aktuell bietet doch so gut wie jeder Hersteller eine Disc- und eine Felgenvariante als Topmodell an.
    Vom Schaltverhalten ist die elektronische Schaltung doch komfortabler. Zumindest ist das bislang jede Woche mein Eindruck, wenn ich von einem Renner mit mechanischer auf elektrische Ultegra wechsle. Sicherlich ist der Preisunterschied schon beträchtlich, aber wenn mein Rahmen schon 2000 Euro kostet, spielt das bissl keine Rolle mehr.
    Zum Thema „Entwicklungen“ mitmachen ist es doch so, dass man vielfach irgendwann gezwungen ist, mitzuziehen. Beispielsweise gibt es mittlerweile eine größere Auswahl an Traktorreifen ab 25mm, was letztlich damit zusammenhängt, dass die meisten Felgen mittlerweile eine Maulweite von 17mm bieten und 23mm-Reifen hier nicht mehr vom Hersteller empfohlen werden.
    Grüße
    Borax
    @Christ Ian: mein eierndes Vorderrad ließ sich mit dem richtigen Werkzeug sehr schnell reparieren. Schließlich hatte sich nur der Nippel gelöst. Im Gegensatz dazu lag bei deinem Hinterrad doch ein mechanischer Defekt vor, oder etwa nicht?
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