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Gravelbike im höheren Preissegment gesucht

bearbeitet 16. July in Techniksparte
Guten Morgen,
mein bisheriges Gravelbike wurde durch einen Mordanschlag, der strafrechtlich wohl als fahrlässige Körperverletzung durchgeht, zerstört. So sah das wohl aus. Ich hab davon nicht viel mitbekommen:
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Das bisherige Rad war ein Ridley Kanzo Speed in Wunschlackierung mit Ultegra Di2 zum Neupreis von knapp 5500 €. Das Rad hatte ich im Januar 2020 erworben.

Die Geometrie war ganz gut mit meinem Rennrad (Stevens Comet) vergleichbar, sodass nur die Vorbaulänge angepasst werden musste. Sinn und Zweck war auch nicht ein reines Gravelbike zu erwerben, sondern ein Fahrrad, was man durch Tausch der Laufräder entweder als Rennrad oder eben als Gravelbike nutzen kann.

Bei der derzeitigen Lage sind, sofern beim Händler nicht gerade das gewünschte Rad in der gewünschten Farbe steht, Lieferzeiten zwischen 100 und 500 Tagen realistisch. Der Gebrauchtmarkt für Fahrräder, die in Wert und Alter gleichwertig sind, würde ich mal als kaum vorhanden abtun. Wer verkauft schon ein Rad in dem Preissegment nach 1,5 Jahren? Zumal ich auch kein Rad in Tschitscheringrün oder ähnlich haben möchte.

Hat jemand vielleicht eine Idee, wo ich ein Rad möglichst in Wunschlackierung mit folgenden Merkmalen bekommen kann:
- Gravelbike oder Rennrad mit zulässiger Reifengröße von 700x33c mit 2x elektrischer Schaltung
- Masse maximal 9 kg
- Preis ist sekundär
- lieferbar möglichst innerhalb von 0,5 Jahren und unbedingt unter 1 Jahr
- Falls keine Wunschlackierung dann optisch ansprechender Rotton (bspw. Weinrot metallic, bisheriges Fahrrad war giropink-bordeauxrot-metallic.

Grüße
Borax

Kommentare

  • bearbeitet 16. July
    Borax, biste wieder auferstanden....schön....aber warum gehst du denne ni zum Felix in die Werkstatt, er hat doch viele Möglichkeiten zum Aufbau deines Wunschrades.....Basso, Festka, SourBikes und bestimmt noch viel mehr. Nebenbei arbeitet er auch mit Beast zusammen, da sollte doch ein superleichtes Bike zustande kommen.....

    Grüße Antje

    P.S. Nennt man auch Unterstützung des regionalen Radmarktes :p
  • In deinem Preissegment spiele ich nicht mit...aber....du kannst doch hier nicht so eine Story teasern und dann doch nichts erzählen. Jetzt wollen doch alle wissen was denn überhaupt passiert ist!!!

    Gruß GB
  • ahhh...Bilderrückwärtssuche...gute Besserung

    https://www.tag24.de/nachrichten/unfall/fahrradfahrer-bei-unfall-in-freital-schwer-verletzt-1977685

    Die Unfallbeschreibung ist aber falsch...sagt der alte Unfallforscher...meine Ex-Kollegen solltest du ja jetzt auch kennen :-)

    Gruß GB

  • Hi Borax,

    das liest sich ja nicht so gut. Alles wieder ok?

    Nachdem ich letztes Jahr erfolglos versucht habe, beim Händler ein wunschgemäßes Gravelbike zu erwerben, bin ich auf diesen Thread gestoßen:
    https://www.mtb-news.de/forum/t/carbonda-gravel-carbonrahmen-aus-china.893336/

    Dauerte bei mir im Herbst 2020 ca. 2 Monate. Zwischenzeitlich konnte ich auch alle anderen Teile bei Bike24, bc und co. organisieren. Mittlerweile sind die Lieferfristen wohl "ein bisschen" länger, aber vielleicht ist es immer noch die schnellste Option.

    Grüße
    Lippi
  • Hier gibt's eine Übersicht mit allen Herstellern, die auch Gravelbikes im Angebot haben.



    Für einen gelungenen Rennrad-Gravel-Zwitter muss man ein bisschen bei der Geometrie aufpassen, dass diese nicht zu sehr in ein Reiserad umschlägt. Eine Reifenbreite von über 42mm braucht man dann auch nicht.

    Bevor ich aber jetzt irgendwelche Mond-UVPs bezahle, um ein Rad zu kaufen, was ohnehin erst in einem Jahr lieferbar (oder gefahren werden) soll, würde ich zumindest bis zum Winter warten.
    Auch die hiesige "Bike-Blase" platzt irgendwann.

    Alternativ wie Lippi erwähnte einen China-Carbon-Rahmen ordern und sich in der Lieferphase (2-3 Monate) um die Komponenten kümmern.
    Unter den China-Rahmen gibt es auch richtig hochqualitative Talente von Herstellern, die nun auch schon mindestens eine Dekade mit gutem Ruf unterwegs sind. Das ist ein eigens Thema und man muss sich da ein paar Tage einlesen. Da bekommst du auch deine Wunschlackierung, etc.

    Den kannst du, wenn es unbedingt sein muss, nach der Corona-Blase immernoch durch einen anderen Eisdielenrahmen tauschen
  • Die Beschreibung bei Tag24 stimmt nicht ganz. Ich kam vom Dorfplatz und wollte weiter auf der Hauptstraße Richtung Zauckerode. Der Toyota kam aus der Nebenstraße "Am Pfarrgarten" und wollte Richtung Dorfplatz. Die hat mir einfach die Vorfahrt genommen und ich bin in den Kotflügel gekracht, wurde dann unsanft von der Frontscheibe abgebremst und bin dann noch auf der Straße aufgeschlagen. Ich hatte eine laterale Mittelgesichtsfraktur und eine Refraktur der Clavicula. Zwei OP´s und drei Metallplatten später bin ich noch dabei gesund zu werden. Die Unfallforscher haben sich erst diese Woche schriftlich bei mir gemeldet, da ich grade erst umgezogen aber zum Unfallzeitpunkt noch nicht umgemeldet war.

    Ich gehe mal davon aus, dass das ohnehin noch eine Weile dauert bis ich wieder Fahrrad fahren darf bzw. kann. Vielleicht so ab Mitte August.. Abseits der Piste ohnehin erst paar Monate später.

    So eine Zwischenlösung weiß ich nicht ob das was für mich ist. Unter Umständen kann ich mir von der gegnerischen Versicherung auch ein Leihrad bezahlen lassen. Das wäre dann eine kostenfreie Zwischenlösung.

    Bei ligtwolf werde ich mich mal melden.

    Grüße
    Borax
  • Sicher ist die Zusammenstellung schon bekannt?
    https://www.velomotion.de/magazin/gravelbikes-highend-2020-test/

    Vielleicht kann dir das BMC Urs One als Basis dienen?
    https://www.velomotion.de/magazin/2020/02/bmc-urs-one-gravelbike-test/

    Viele Grüße und beste Genesung.
  • Lackieren kannst du das Ganze übrigens nachträglich noch bei
    z. B. http://www.etoe.de/ (kommt aus Hohenstein Ernstthal). Es gibt auch noch zwei richtige Weltklasse-Lackierer in den UK (habe die Namen nicht mehr im Kopf), aber durch den Brexit ist der Import/Export von Gütern ziemlich knifflig geworden.
  • Borax schrieb: »
    ...Ich hatte eine laterale Mittelgesichtsfraktur und eine Refraktur der Clavicula. Zwei OP´s und drei Metallplatten später bin ich noch dabei gesund zu werden. Die Unfallforscher haben sich erst diese Woche schriftlich bei mir gemeldet, da ich grade erst umgezogen aber zum Unfallzeitpunkt noch nicht umgemeldet war....

    Da hilft nur noch in Zukunft mit Fullfacehelm und Hartpolstersafetyjacket Rennrad fahren. Scherz beiseite. Fakt ist...selbst als mittelmäßiger Rennradfahrer erreicht man innerorts Geschwindigkeiten die von den meisten einfach von einem Radfahrer nicht erwartet werden. Als Radfahrer hast du zusätzlich noch weniger optische Frontfläche und wirst leichter übersehen. Von den schicken schwarzen/grauen Ganzkörperdressen will ich gar nicht sprechen. Als Rennradfahrer wird mir absolut regelmäßig die Vorfahrt genommen, so oft das ich eigentlich schon damit rechne. Den meisten passiert das allerdings nicht mit Absicht.
    Das soll hier keine Schuldumkehr werden...ich wünsche dir schnelle Genesung. Als Radfahrer ziehst du halt immer den kürzeren. Ich laboriere auch von einer Verletzung von einer harten Rücken-Arsch-Landung aus 2m Höhe. Allerdings hab ich mir das selber zuzuschreiben :-(

    Gruß GB
  • ...aber ein bisschen Kirre muss die Fahrerin schon gewesen sein. Die scheint ja noch 10-15m mit einem im Radkasten steckenden Rad weiter gefahren zu sein. Dachte die..."Wird schon keine merken, das Rad zieh ich dann vor der Garage raus. Hoffentlich ist der Radfahrer in irgendeinen Graben geflogen wo ihn keiner findet"
    So ein Borax Vorbeiflug mit Zwischenlandung auf der Frontscheibe müsste man ja eigentlich auch mitbekommen :-)
  • bearbeitet 20. July
    Fahrradfahrern vorzuwerfen, sie würden zu grau durch die Gegend fahren und selbst Schuld sein, wenn sie auf ihre Vorfahrt bestehen, ist das gleiche Argumentationsniveau Frauen vorzuwerfen, sie würden sich zu aufreizend kleiden und wären selbst Schuld, wenn sie nach Sonnenuntergang durch die Stadt laufen.

    (Ich weiß, dass hast du so nicht gesagt und gemeint @BergAufBremserDD , aber dieses Argumentationsmuster treffe ich täglich). Wenn Autofahrer Probleme bei Geschwindigkeitseinschätzungen schwächerer Verkehrsteilnehmer haben, dann müssen Autos eben aus Innenstädten verbannt werden. Hier können doch nicht jeden Tag Menschen mit Leben und Gesundheit herhalten, damit der dicke Mittelständler 3 Minuten für den Arbeitsweg spart und nicht so viel laufen muss...
  • bearbeitet 20. July
    Also ich war passend zum Fahrrad gekleidet. Mein Trikot, mein Armlinge und mein Helm waren pink. Wer mich übersieht, der übersieht auch ein rollendes 1,5 m hohes Erdbeer-Sahne-Bonbon. Du hast das übrigens richtig mitbekommen, dass die Fahrerin noch 15 m mit meinem Rad in Radkasten weitergefahren. Ich vermute mal, dass die Fahrerin erst einmal nen Schock hatte, da ich die Fahrerseite der Frontscheibe zertrümmert habe.
    Was ich mich jetzt frage ist, was wohl die Konsequenzen sind für beide Seiten. Ich muss jetzt erst einmal hoffen, bangen oder was auch immer, dass die Beschwerden nachlassen und ich dann irgendwann wieder gesund bin. Dazu werden wohl noch zwei Op's erfolgen müssen, damit ichdie Metallteile wieder loswerde. Außerdem steht mir eine Entschädigung der Sachwerte und ein Schmerzensgeld zu. Bei den Sachwerten bekomme ich den jeweiligen Zeitwert. Das bringt mir bei dem Fahrrad recht wenig, da ich in absehbarer Zeit keines erwerben kann. Bei einem Carbonrad kann man mich auch kaum auf den Gebrauchtmarkt verweisen, da ich wohl nirgends eine glaubhafte Garantie auf Unfallfreiheit des Fahrrades erhalte. Noch schlechter sieht es bei den Sachen aus oder weiß jemand, wo ich das Castelli Gabba in Giro pink bekomme.
    Was erwartet wohl die Fahrerin? Das Auto kommt in die Werkstatt und wird repariert. Im Anschluss erfolgt wohl eine Höherstufung in der Haftpflicht. Strafrechtlich steht eine fahrlässige Körperverletzung im Raum, die aufgrund des höchstwahrscheinlich zu bejahenden öffentlichen Interesses von Amts wegen verfolgt wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

    Jetzt aber wieder Back2Topic: Ich werde wohl versuchen, mein Gravelbike bei Light-Wolf aufbauen zu lassen. Der Zeithorizont sieht aber wie überall sehr schlecht aus.
    Grüße
    Borax
  • Borax schrieb: »
    Bei den Sachwerten bekomme ich den jeweiligen Zeitwert.
    Das ist zum Glück nur die Meinung der Versicherung. Dir steht der Wiederbeschaffungswert zu. Das ist ein Unterschied. Carbonteile, Vorbau, Lenker, Helm usw. müssen neu beschafft werden und das muss die Versicherung auch bezahlen. Lass Dir am besten von einem Anwalt helfen. Auch den muss die gegnerische Versicherung bezahlen.

  • bearbeitet 20. July
    @Lippi: Ein Sachverständiger hat den Schaden bewertet und hat einen Wiederbeschaffungswert von 4600 € berechnet, abzüglich des Schrottwertes von 150 €. Als Wiederbeschaffungszeit werden 14 Tage veranschlagt. Von Gesetzes wegen steht mir ein Gefährt zu, das in Marke, Alter und Zustand meinem vor dem Unfall entspricht. Also steht mir ein 1-2 Jahre altes, unfallfreies Gravelbike der Marke Ridley zu.

    Beim Helm werde ich zumindest den Neupreis fordern, den ich bezahlt habe. Aber letztlich geht es hier für die Versicherung ohnehin nur um Krümel, denn die medizinische Behandlung, die Bezahlung der Ausfallzeit, des Krankengeldes und die Auszahlung des Urlaubs sind der Kuchen.
  • Hier findest du eine ziemlich gute Auflistung aktueller Modelle.
    Hersteller mit recht ausführlicher Individualisierung, die mir spontan einfallen sind Orbea und Trek.
  • Nochmal mal von mir...bitte...nimm dir einen Anwalt!!! Du hast keine Ahnung ob (und das wollen wir nicht hoffen) Spätfolgen bleiben. Das zeitnah nicht wieder zu beschaffende Rad ist da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die gegenerische Versicherung wird um jeden Euro kämpfen. Den Kampf wirst du als Leihe verlieren.

    @horstmann: Ich bin Realist. Ich weiß das ich mit grelleren Outfit besser sichtbar bin. Den Joker ziehe ich wenn ich damit die Wahrscheinlichkeit eines Unfalles veringern kann. Das der Fehler nicht bei mir liegt wenn mir die Vorfahrt genommen wird ist mir klar. Nur an meiner Sichtbarkeit kann ich was ändern an der Unvorsichtigkeit und Dummheit (weniger) Autofahrer nicht.
  • Ein paar Tips:

    Verjährungsfrist 3 Jahre, beginnt am Schluss des Jahres = Ablauf 31.12.2021, Verjährung droht frühestens mit Ablauf des 31.12.2024. falls Unfall dieses Jahr. Ansprüche kann man jetzt schon dem Grunde nach bei gegn. Haftpflichtversicherung anmelden, muss man aber noch nicht. Anwalt kann man jetzt schon einschalten, muss man aber noch nicht. Vordringlich ist die Gesundheit.

    Bei Anwaltsauswahl auf Spezialisierung auf das Straßenverkehrsrecht (nicht ich) achten. Idealerweise kann er (natürlich auch sie oder div) auch medizinische Unterlagen lesen und ist mit den darin beschriebenen Verletzungsbildern und Behandlungsprozeduren einigermaßen vertraut.

    Wenn Strafverfahren gegen Unfallgegner läuft, kann dessen Ausgang bei der Durchsetzung von Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüchen hilfreich sein (Akteneinsicht durch Anwalt), Strafverfahren dauern möglicherweise aber etwas länger. Möglicherweise reguliert gegn. Haftpflichtversicherung ohnehin nicht vor Erledigung des Strafverfahrens und wartet dessen Ausgang ab. Wie gesagt, Verjährungsfrist im Auge behalten.

    Ein Anwalt wird dir für Vorarbeiten dankbar sein, z.B. geordnete Sammlung und Zusammenstellung notwendiger Unterlagen

    für Prüfung und Berechnung materiellen Schadenersatzes
    - z.B. Gutachten, Rechnungen, Zuzahlungsrechnungen für Behandlungen, Heil- und Hilfsmittel, Entgeltbescheinigungen, Nettokrankengeldbescheinigungen, Beschreibung deines Haushaltes für Prüfung und Berechnung eines Haushaltsführungsschadens (Wohnungsgröße, Räume, Anzahl der Haushaltsmitglieder, Ausstattung des Haushaltes, welche Haushaltstätigkeiten fallen an, Auflistung der von dir übernommenen Haushaltstätigkeiten bzw. Darstellung der Aufteilung der Haushaltstätigkeiten unter den Haushaltsmitgliedern), tabellarische Aufstellung zu Fahrtkosten => Datum, Abfahrtsort, Zielort, Anlass der Fahrt, Entfernung Hin- und Rückfahrt

    für Prüfung und Berechnung immaterieller Schäden (Schmerzensgeld)
    - Sammlung medizinischer Unterlagen wie Entlassungsberichte, Physiotherapiebescheinigungen etc., idealerweise Tagebuch über Beschwerden/körperliche Funktionsbeeinträchtigungen und wie sie sich im privaten und beruflichen Leben auswirken.

    Bei der Geltendmachung von Schmerzensgeld beachten, dass bei Abfindungsvergleichen (hierauf drängen Hapftlichversicherer auch bei klarer Haftungslage nahezu immer) auch zukünftige Ansprüche, die aus einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes resultieren könnten, abgegolten werden und futsch sind. Dies gilt auch für Folgen, die heute noch gar nicht vorhersehbar sind, mit denen also niemand rechnet und an die auch keiner gedacht hat, aber auch für Folgen, die möglich sind, deren Eintritt aber ungewiss ist. Haftpflichtversicherungen drängen da immer mal gerne auf frühe Abfindungsvergleiche, um die Schadenakte archivieren und Rückstellungen auflösen zu können.

    Wenn zukünftig noch weitere Operationen für die Entfernung eingebrachter Nägel und Platten zur Frakturstabilisierung notwendig werden, wäre ein vorheriger Abfindungsvergleich nicht ideal.

    Falls Rechtsschutzversicherung besteht, vor Einschaltung Anwalt um Deckungsschutz für erste Beratung ersuchen. Deckungsanfrage für außergerichtliche Tätigkeit übernimmt normalerweise der Anwalt.

    Bei deinen Vorstellungen zum Kaufpreis eines neuen Gravelbikes gehe ich mal nicht davon aus, dass du Beratungshilfe beanspruchen könntest. Falls doch keine finanziellen Mittel für Anwalt vorhanden, vorher Beratungshilfeschein beim AG beantragen und zum Anwalt mitbringen.
  • Nachtrag:
    Sollte ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen dich geführt werden, von Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen und jetzt Anwalt einschalten.
  • Also ehrlich gesagt war eines der ersten Dinge, die ich gemacht habe, als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, einen Anwalt für Verkehrsrecht einzuschalten. Der hat sich erst einmal darum bemüht, dass mir angesichts der erheblichen Verletzungen ein angemessener Vorschussbetrag bezahlt wird. Dem ist die Versicherung auch innerhalb weniger Wochen nachgekommen, hat aber darauf hingewiesen, dass die Ermittlungen Polizei/Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen seien, und sie das Geld zurückfordern werden, sofern dies angezeigt sei.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass vor Abschluss des Strafverfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung, wie Trekker bereits ausführte, erst einmal nix passieren wird. An und für sich ist das ziemlich unbefriedigend. Wäre ich ein Auto gefahren, dann wären die materiellen Schäden nach über zwei Monaten wohl schon beglichen worden. Irgendwie ist man da als Fahrradfahrer Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse. Außerdem hab ich das Gefühl, dass ich am Ende ohne Berücksichtigung des mir zustehenden Schmerzensgeldes und weiteren Forderungen gegenüber Dritten finanziell schlechter dastehe als zuvor. Ich weiß ja nicht, ob das jemand anders sieht, aber ein Fahrrad, das kaum 1,5 Jahre alt war, unfallfrei war und nach meinen Vorstellungen lackiert war, kann nicht gleichwertig durch irgendein Gebrauchtrad, bei dem die Unfallfreiheit ohnehin zweifelhaft ist, ersetzt werden. Außerdem ärgere ich ich extremst darüber, dass mein absolutes Lieblingstrikot zerstört wurde. Ich hatte die Jubiläumsedition des Castelli Gabba in Giro pink an. C'est la vie, aber verarscht fühlt man sich trotzdem, wenn doch eigentlich der Zustand vor dem Unfall durch die Versicherung wiederherzustellen ist.
    Ein anderer Punkt ist, dass ich ab 1.7.21 Anspruch auf Krankengeld habe bzw. hätte. Bislang (08.08.21) ist da noch nix geschehen. Glücklicherweise bin ich nicht darauf angewiesen, aber ein anderer müsste vielleicht schon Hunger leiden. Wie gesagt: Fahrradfaher = Verkehrsteilnehmer zweiter (oder dritter oder...) Klasse.
  • Erstmal gute Besserung! Und drücke die Daumen dass alles wieder so wird, aber 100%Original wirds nie mehr, leider.Spreche. aus Erfahrung. Blech Plaste ist ersetzbar.
    Was die Autofahrer angeht,die kommen glimpflich davon, die Schäden zahlen die Versicherer. Glaube die sind sich manchmal echt nicht den Konsequenzen bewusst ihres Fahrverhaltens, was teilweise wirklich eines Mordanschlages gleicht.sehr traurig ...passt aber zu diesem Land.Egoismus überall.hauptsache erster, ich muss jetzt diesen blöden Radler noch überholen etc.... :-(

    Was tschintschergrün angeht. Bonbon rosa passt wirklich perfekt zu dir
  • bearbeitet 20. August
    Borax schrieb: »
    Wäre ich ein Auto gefahren, dann wären die materiellen Schäden nach über zwei Monaten wohl schon beglichen worden. Irgendwie ist man da als Fahrradfahrer Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse. Außerdem hab ich das Gefühl, dass ich am Ende ohne Berücksichtigung des mir zustehenden Schmerzensgeldes und weiteren Forderungen gegenüber Dritten finanziell schlechter dastehe als zuvor. ... Wie gesagt: Fahrradfaher = Verkehrsteilnehmer zweiter (oder dritter oder...) Klasse.

    Sobald - wie in deinem Fall - ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren läuft, warten alle Haftpflichtversicherer den Ausgang des Ermittlungsverfahrens ab, bevor sie endgültig regulieren. Dies hat nichts damit zu tun, dass du als Radfahrer an dem VKU beteiligt warst. Bei einem Verkehrsunfall mit ausschließlicher Beteiligung von Kraftfahrzeugen wäre dies genauso, jedenfalls dann, wenn es neben Sachschäden auch zu Personenschäden gekommen ist. Das Abwarten auf den Ausgang eines Strafverfahrens ist auch kein Alleinstellungsmerkmal der Kfz-Haftpflichtversicherer und ist auch in allen anderen Haftpflichtversicherungszweigen nicht unüblich. Auch Vorschusszahlungen erbringen nicht alle Haftpflichtversicherer. Wenn doch, ist es ein Indiz dafür, dass es der Haftpflichtversicherer nach gegenwärtigem Erkenntnisstand zumindest für möglich hält, Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche regulieren zu müssen, wenn der Unfallhergang abschließend ermittelt und die Haftungsfrage juristisch zuverlässig(er) beurteilt werden kann. Sonst hätte er sofort abgewunken.
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